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Das menschliche Gehör - Funktion und Anatomie

Reise durch das Ohr

 
Wie es zur Lärmschwerhörigkeit kommt
 

Die Schallwellen treffen auf die Ohrmuschel und werden über den Gehörgang, das Trommelfell und die Gehörknöchel zum Innenohr weitergeleitet. Dort befindet sich die Schnecke und hierin über 30 000 sehr empfindliche Haarzellen, die für unterschiedliche Tonhöhen (Frequenzen) zuständig sind. Diese Sinneszellen biegen sich entsprechend der Stärke des Schalls und leiten diese Information über den Hörnerv an das Gehirn weiter, wo das Geräusch in entsprechender Lautstärke wahrgenommen wird. Tritt Ruhe ein, richten sich die Haarzellen wieder auf und sind erneut einsatzbereit. Dies erfolgt über Stoffwechselvorgänge im Ohr. Bei starkem Schall biegen sich die Haarzellen sehr weit um und brauchen länger sich wieder aufzurichten.

Wirkt nun häufig und in kurzen Abständen Lärm auf die Sinneszellen ein, können sich diese nicht mehr erholen. Deren Empfindlichkeit wird verringert und schließlich sterben sie ab. Neue Haarzellen wachsen nicht nach. Damit tritt ein nicht rückgängig zu machender Gehörschaden ein, die so genannte Innenohr- oder Lärmschwerhörigkeit. Sie entsteht meist auf beiden Ohren gleichzeitig und zwar über einen langen Zeitraum. Deshalb bleibt sie oft zunächst unbemerkt.

 

 
Bildquelle: Dr. Lutz Wilden
 
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