Gehörschutz für Motorradfahrer

Motorradfahrer mögen es laut: Neben Benzindampf und vielen PS sind auch knatternde Motoren und heulende Polizeisirenen bei vielen Zweiradfreunden an der Tagesordnung. Der richtige Lärmschutz sorgt dafür, dass man das Getöse auch in ein paar Jahren noch in vollen Zügen genießen kann.

Gehörschutz beim Motorrad hat zwei Seiten: Einerseits muss der Lärmpegel auf das gesundheitlich richtige Maß runtergebracht werden, andererseits muss der Zweiradfreund aber auch problemlos auf Warnzeichen wie Hupen, ein Knallen des Auspuffs oder quietschende Bremsen des Vordermannes reagieren können. Das ist so logisch, dass das auch der Gesetzgeber verstanden und in der Straßenverkehrsordnung niedergeschrieben hat. Seine Lieblings-Rockband in voller Lautstärke sollte man sich also beim nächsten Ausflug nicht in die Ohren stopfen - zumal das ja auch kaum als Gehörschutz durchgehen würde.

Ist Gehörschutz beim Motorradfahren erlaubt?

Trotzdem: Ja, grundsätzlich ist der Gehörschutz beim Motorradfahren erlaubt. Schließlich ist ein Motorradfahrer mit geschädigtem Gehör in puncto Verkehrssicherheit nicht unbedingt besser als einer mit schützenden Stöpseln in den Ohren. Außerdem dämpfen auch viele Motorradhelme den Lärm bereits etwas, können also im weitesten Sinne ebenfalls als rudimentärer Gehörschutz gelten. Ein grundsätzliches Verbot würde also keinen Sinn machen.
Allerdings wird hier zwischen hohen und tiefen Frequenzen unterschieden: Krankenwagen- bzw. Polizeisirenen und Hupen müssen beispielsweise für den Mann am Lenker deutlich hörbar bleiben. Die Ohrenstöpsel müssen solche Geräusche mit höheren Frequenzen also durchlassen, während tiefere Frequenzbereiche stärker gedämpft werden dürfen. Der Motorenlärm eines typischen Zweirads, also die Hauptlärmquelle im Alltag eines Bikers, ist dabei deutlich im niedrigeren Frequenzbereich einzuordnen. Anders sieht es übrigens beim Beifahrer aus: Dieser darf jeden nur erdenklichen Lärmschutz mit aufs Bike nehmen, solange er die Verkehrssicherheit und das Fahrvermögen des Fahrers damit nicht beeinträchtigt. Natürlich sollte dieser mindestens ebenso gut dämpfen wie der des Fahrers.

Besonders praktisch ist ein hohler "Tunnel" in der Mitte der Ohrstöpsel für Motorradfahrer, wie er bei einigen Otoplastiken vorkommt. In diesen kann man einfach den passenden Frequenzfilter (beispielsweise für den Straßenverkehr) einsetzen - und die Polizei ist - wenigstens im Idealfall - zufrieden. Vorher sollte man sicherstellen, dass der eingesetzte akustische Filter den Anforderungen des Gesetzgebers genügt. Wer sich unsicher ist, ob der ausgesuchte Gehörschutz oder Frequenzfilter fürs Motorradfahren geeignet bzw. zugelassen ist, gibt diese Frage am besten direkt an den Kundenservice des Herstellers weiter.

Wiederverwendbarer Gehörschutz

„Crescendo Moto verringert Fahrtwindgeräusche um CE-zertifizierte 24 dB (Europa) und ANSI-zertifizierte 16 dB (Nordamerika), was die Laustärke auf ein sicheres Niveau reduziert und dir hilft, dich allein auf die Straße zu konzentrieren“

Hörakustikmeister Thomas Häusler


Thomas Häusler
Hörakustikmeister

Unsere Empfehlung für Gehörschutz beim Motorradfahren


 

Otifleks Rider - für Motorradfahrer

Otifleks Rider reduziert die Geräuschkulisse auf ein erträgliches Maß ohne die Aufmerksamkeit für diee Umwelt einzuschränken und Warnsignale wie z.b. das Martinshorn und Hupe zu überhören.

Ihre Vorteile

+ extra für Motorradfahrer
+ naturbelassene Ohrstöpsel
+ sehr guter Halt


 

Pluggerz Road Uni-Fit

Motorenlärm und das Rauschen des Windes kann bleibenden Schaden an Ihrem Gehör verursachen. Pluggerz Uni-Fit Road wurde speziell entwickelt um Sie dagegen zu schützen. Auch empfehlenswert für Cartfahrer, Rennfahrer und Cabriofahrer! Der einzigartige Filter dämpft den schädlichen Lärm bis zu einem sicheren Niveau. Dennoch können Sie alle Verkehrssignale wie gewohnt hören. Der Pluggerz Uni-Fit Road hat eine perfekte Passform und kann daher bequem unter einem Helm getragen werden.

Ihre Vorteile

+antiallergenes Silikonmaterial
+ für häufige Nutzung
+ inklusive praktischem Etui


 

Gehörschutz für Individualisten: Passt garantiert

Eine andere Möglichkeit ist die individuelle Anfertigung des Gehörschutzes fürs Motorrad. Dieser wird dann speziell für den Gehörgang seines Trägers hergestellt. Genau das Richtige für alle, die auch sonst lieber ihren eigenen Weg gehen, könnte man meinen. Hat aber auch einige praktische Vorteile: Einerseits schließt dieser Stöpsel das Ohr meist besser ab als Allround-Lösungen für jedermann. Andererseits sitzt er aber, wie viele Träger berichten, unterm Helm angenehmer und senkt somit das Risiko, dass er beim nächsten Ausflug einfach "vergessen" wird. Mit der Anfertigung individueller Ohrstöpsel für Motorradfahrer tut man deshalb nicht nur seinen Ohren, sondern auch dem Fahrgefühl etwas Gutes. Daher ermöglicht ein individuell angepasster Gehörschutz Motorrad fahren mit Ohrenstöpseln mit hohem Komfort.

Fazit: Ohrstöpsel zum Motorradfahren gehören bei jeder Tour mit dem Bike fest mit dazu. So wird der Sound des Motors zwar ein wenig leiser, aber das wird er ansonsten mitsamt dem Rest des Lebens (aufgrund von Hörschäden) ja auch. Hier sollte man den Zweirad-Kollegen mit spöttischen Sprüchen auf den Lippen ruhig die harten Fakten auf den Tisch legen. Das Motorrad-Feeling bleibt hingegen auch mit Stöpsel im Ohr vollends erhalten. Dass ein Gehörschutz Motorrad fahren gleich langweilig macht, ist hingegen nur ein Gerücht, wenn es sich in der Szene auch manchmal hartnäckig hält. Unterm Strich macht auch ein Gehörschutz Motorrad fahren inklusive allem Drumherum nicht zu einem weniger atemberaubenden Hobby. Wer mit normalen Ohrstöpseln fürs Motorradfahren aus Schaumstoff nicht zufrieden ist, für den kommt vielleicht eine individuell angefertigte Otoplastik infrage. Beifahrer dürfen hingegen beinahe mit allem, was ihre Ohren schützt, aufs Bike steigen.
In diesem Sinne: Gute Fahrt!