ohrendruck-im-flugzeug

Ohrendruck und Ohrenschmerzen im Flugzeug?

Mit diesen vier Tipps, kommst du völlig ausgeglichen aus dem Flieger.

Jeder der schon einmal geflogen ist, kennt das Phänomen. Beim Start und besonders bei der Landung reagieren die Ohren auf den sich verändernden Luftdruck. Manche empfinden kaum etwas, bei anderen sorgen die schnell wechselnden Druckverhältnisse zu Beschwerden wie Knacken im Ohr, dumpfes Hören, oder sogar starke Schmerzen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Ohr in ungewöhnlich kurzer Zeit einen großen Druckausgleich machen muss. Kommt dieser Prozess ins Stocken, muss, um negative Auswirkungen zu vermeiden, nachgeholfen werden.

So kannst du dein Ohr beim Druckausgleich unterstützen, um beschwerdefrei zu fliegen.

1. „Ohrtrompete“ durch Kauen und Gähnen offenhalten.

Die Ohrtrompete, auch Eustachische Röhre genannt, verbindet dein Mittelohr mit dem Nasenrachenraum. Diese Röhre ist normalerweise geschlossen, aus diesem Grund kann im Ohr ein anderer Druck herrschen als in der Umgebung. Um das unangenehme „Knacken“ und Ohrenschmerzen zu vermeiden, muss die Ohrtrompete offengehalten werden, sodass dem Druckunterschied zwischen dem Ohr und der Umgebung entgegengewirkt wird. Die Öffnung der Ohrentrompete kann am besten durch Kauen, Gähnen und Schlucken gefördert werden. Bei diesen Tätigkeiten wird die Öffnung der Röhre angeregt, der Druck wird ausgeglichen und das Druckgefühl auf den Ohren verfliegt.

2. Die Valsalva-Methode.

Für wen Kauen, Gähnen und Schlucken nichts ist, der kann sich an der sehr effektiven, wenn auch möglicherweise etwas unangenehmen Valsalva-Methode versuchen. Bei dieser Methode wird kräftig gepustet, oder ein Nieser simuliert, jedoch mit dem Unterschied, dass Mund und Nase völlig geschlossen sind. Durch den hierbei erzeugten Druck wird die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr geöffnet und ein Druckausgleich entsteht. Wer sensible Ohren hat, oder gerade an einer Erkältung leidet, der sollte aufgrund des hierbei erzeugten plötzlichen Drucks allerdings von der Valsalva-Methode absehen. Für gesunde Menschen ist die Valsalva-Methode allerdings eine der effektivsten, um schnell den Druck in den Ohren loszuwerden.

3. Erkältungen durch Nasenspray keine Chance geben.

Wenn die Schleimhäute bei einer Erkältung angeschwollen sind, helfen Kauen und Gähnen nur bedingt. Ein Druckausgleich nur sehr schwer möglich und belastet den Fluggast zusätzlich. In diesem Fall ist es ein abschwellendes Nasenspray eine große Hilfe. Wenn das Spray eine halbe Stunde vor Start und Landung benutzt wird, haben die Schleimhäute genug Zeit zum abschwellen und der Druckausgleich kann ohne Beschwerden erfolgen.

4. Mit speziellen Ohrstöpseln endlich völlig entspannt fliegen.

Wer sich bei Start und Landung nicht auf einen lästigen Druckausgleich konzentrieren möchte, kann zu speziellen Ohrstöpseln greifen, die den Druck von ganz alleine regulieren und so ihr Ohr schonend an die Druckverhältnisse anpassen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Ohrstöpsel die bei Start und Landung meist recht lauten Fluggeräusche herausfiltern und so für noch mehr Entspannung sorgen. Die Ohrstöpsel gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen und selbstverständlich auch für Kinder.