psa-verordnung

PSA-Verordnung

Die rechtlichen Grundlagen:

Lärm ist in vielerlei Hinsicht gesundheitsschädlich. Das sieht auch der Gesetzgeber so.

Neben Hörverlust und Tinnitus können auch Stresserkrankungen und Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit die Folge von zu hoher oder permanenter Lärmbelastung sein. Das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Herzinfarkt steigt. Auch das Unfallrisiko ist erhöht.

Ab einem Pegel von 80 dB muss ein geeigneter Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber ab einem andauernden Pegel von 85 dB die Pflicht, das Tragen des Gehörschutzes sicherzustellen.

Optimaler Gehörschutz sitzt perfekt und weist hervorragende Ergebnisse bei Dämmwirkung, Sprachverstehen und Wahrnehmung von Warnsignalen auf.

Wir beraten Sie gerne bei Auswahl einer passenden Gehörschutzlösung.

Häufig gestellte Fragen:

Was heißt PSA?

Persönliche Schutzausrüstung. Unter Persönliche Schutzausrüstung versteht man Bekleidung und Arbeitsmittel mit Schutzfunktion.

Abhängig von der zu erwartenden Gesundheitsgefährdung sind Persönliche Schutzausrüstungen in unterschiedliche Risiko-Kategorien eingeordnet.

Welche PSA-Kategorien gibt es?
Kategorie I: PSA zum Schutz vor geringfügigen Risiken Kategorie II: PSA zum Schutz vor mittleren Risiken Kategorie III: PSA zum Schutz vor tödlichen Gefahren und irreversiblen Schäden
Was regelt die PSA-Verordnung?

Die europäische PSA-Verordnung 2016/425 enthält Richtlinien für technische Anforderungen der Persönlichen Schutzausrüstungen und deren Zertifizierung.

Sie regelt außerdem die Einordnung der Persönlichen Schutzausrüstungen in die 3 Gefahrenkategorien. Mit der neuen Verordnung gelten auch für Gehörschutz die strengeren Anforderungen der dritten Kategorie.

Geeignete Gehörschutzprodukte verfügen über eine Baumusterprüfbescheinigung, die durch eine notifizierte Stelle ausgestellt werden muss. Eine Konformitätserklärung muss außerdem vorliegen.

Was regelt die PSA-Benutzungsverordnung?

Die PSA-Benutzerverordnung (PSA-BV) enthält Richtlinien zur Bereitstellung und zur korrekten Anwendung von Persönlichen Schutzausrüstungen. Die verwendeten Persönlichen Schutzausrüstungen müssen als solche zugelassen sein. Sie müssen außerdem individuell passend sein. Die PSA-Benutzerverordnung sieht weiterhin eine regelmäßige Unterweisung nach §12 des Arbeitsschutzgesetzes vor. Diese kann auch durch eine externe Person erfolgen.

Was heißt dies konkret für den Einsatz von Gehörschutz im Betrieb?

Gehörschutz-Produkte müssen der geltenden europäischen Verordnung entsprechen und zertifiziert sein. Es muss eine verständliche Anleitung in der Landessprache enthalten sein.

Die Schutzwirkung soll auf die individuelle Situation zugeschnitten sein.

Die neue PSA–Verordnung – Was ändert sich ?

Ab dem 21. April 2018 gilt die neue europäische Verordnung (EU) 2016/425.

Speziell im Bereich Gehörschutz gibt es mit der Einstufung in Kategorie III statt bisher II einige wesentliche Änderungen.

Kategorie III ist die strengste Kategorie für Persönliche Schutzausrüstung. Sie enthält „Risiken, die zu schwerwiegenden Folgen wie Tod oder irreversiblen Gesundheitsschäden führen können“.

  • Strengere Auflagen bei der Produktzertifizierung müssen erfüllt werden, als PSA zugelassene Produkte müssen eine EG-Baumusterprüfbescheinigung haben, sprechen Sie uns gerne an!
  • Gehörschutz-Produkte fallen zukünftig in PSA – Kategorie III statt bisher II. Damit unterliegen sie einer Produktionskontrolle durch eine notifizierte Stelle.
  • Mit der Einstufung in Kategorie III unterliegt auch Gehörschutz der sogenannten Unterweisungspflicht nach dem ArbSchG

Auswirkungen im Unternehmen:

Für den Arbeitgeber:

  • Er trägt die Verantwortung für die Umsetzung der Arbeitsschutzrichtlinien
  • Er haftet für die Folgen von Nicht-Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien
  • Er ist verpflichtet zur Bereitstellung von individuell geeigneten Persönlichen Schutzausrüstungen (§§ 3,4,5 ArbSchG, PSA-BV)

Die Sicherheitsfachkraft:

  • Sie berät bei bei der Auswahl von Persönlichen Schutzausrüstungen in Abhängigkeit von Lärmpegel und Dauer des Lärms
  • Sie sorgt für eine regelmäßige Unterweisung über die sicherheitsgerechte Benutzung der PSA (§3 PSA – BV bzw. § 12 ArbSchG)

Der Betriebsarzt:

  • Er Berät bei der Auswahl von geeigneten Persönlichen Schutzausrüstungen unter Berücksichtigung persönlicher Anforderungen. Insbesondere bei schon bestehenden Beeinträchtigungen ist es sinnvoll den Betriebsarzt bei der Auswahl von Gehörschutz einzubeziehen.

Was wir Ihnen bieten können

Gerne stehen wir Ihnen bei der Auswahl des passenden Gehörschutzes zur Seite.

Unsere Präventionstechniker stehen sowohl für eine telefonische Beratung als auch im Außendienst vor Ort zur Verfügung. Auf Wunsch können auch Lärmpegelmessungen im Lärmbereich durchgeführt werden.

Für weitere Informationen rufen Sie uns an unter: 05258/920810